Studio Walter

Wir: Studio Walter Dienstleistungen Referenzen Arbeiten Kontakt


    Curriculum vitae von Luis WALTER

    Luis WALTER geboren in Neumarkt a. d. Etsch, Vill, Südtirol am 1.1.1938 im elterlichen Gasthaus Rauscher als fünfter von sieben Söhnen des Land-und Gastwirtes Anton Walter und der Katharina geb.Vescoli.

    Volksschule in Neumarkt. ital.Handelsschule Bozen, 4jährige kaufmännische Ausbildung Fachrichtung Textil und Mode. Besuch einer Schule für /Grafik/Werbegestaltung in Österreich. 1959 wurde er Ensemblemitglied der Volksbühne Bozen, später wichtige Theatererfahrung als Charakterschauspieler unter Prof. Ernst Auer /Exlbühne Innsbruck.

    1959-1961 ital. Militärdienst, Truppe Alpini, mit Hochgebirgseinheit Besteigung des Montblanc, Diplom vom damaligen Verteitigungsminister und später siebenmaligen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti.

    1960 bei einsamen Marsch in der Silvesternacht als „Alpino“ in den Bergen von Piemont dachte er über seine Zukunft und die Zukunft Südtirols nach. Zuhause gab es die ersten politischen Verhaftungen. Er stellt sich die Fragen, wer sind wir vaterlandslosen Südtiroler, wo kommen wir her, wo stehen wir, wo soll es hin? J.F. Kennedys Zitat „Frage nicht was dein Land für Dich tun kann, sondern frage, was du für dein Land tun kannst“ zeigte ihm die Vision, Festspiele zu gründen, Volkstheater mit Anspruch, mit geschichtlichem Hintergrund unter freiem Himmel vor historischen Mauern in Neumarkt a.d. Etsch in Südtirol.

    1962 8 Jahre arbeitete er zur Verwirklichung seiner Vision der Festspiele in Neumarkt

    1963 nach dem Tod des Vaters Übernahme des elterlichen Gastbetriebes Rauscher in Neumarkt-Vill, den er sanierte. (Familienbetrtieb seit 1860)

    1968 Gründete er in Neumarkt den Verein „Freilichtspiele Südtiroler Unterland“, zu dessen Obmann er gewählt wurde. Es waren die ersten dieser Art in Südtirol. Alle Mitwirkenden waren ehrenamtlich bei der Sache. Landeshauptmann Silvius Magnago hat mit Freuden den Ehrenschutz übernommen. Sinn und Zweck des Vereines war es, die Tiroler Geschichte auf der Bühne den jungen Menschen näher zu bringen, denn in den Schulen wurde damals die Geschichte Tirols kaum unterrichtet, wurde doch das Südtiroler Unterland 1923 vom Faschismus von Südtirol los getrennt und an die rein italienisch sprachige Provinz Trient angegliedert und kam erst 1948 nach langem Ringen wieder zurück zu Südtirol.

    Im selben Jahr fanden die 1. Freilichtspiele unter freiem Himmel vor der hochgotischen Kirche „Unsere liebe Frau in Vill“ in Neumarkt statt. Anlässlich des 100. Geburtstag des Tiroler Klassikers Karl Schönherr kam unter der Regie und Gesamtleitung von Luis Walter das Volksschauspiel „Der Judas von Tirol“ zur Aufführung. Zur Premiere erschien die gesamte Südtiroler Landesregierung mit Landeshauptmann Silvius Magnago an der Spitze. Die Freilichtaufführung wurde im ganzen Lande eine Sensation. Die folgenden Aufführungen der nächsten Jahre, alle unter der künstlerischen Leitung von Luis Walter, wurden vom Fernsehen der RAI-Sender Bozen aufgezeichnet, dadurch konnten die Freilichtspiele finanziell überleben. Alle Mitwirkenden, Schauspieler, Regie usw. waren ehrenamtlich bei der Sache. Öffentliche Beiträge waren damals unbekannt.

    1968 bis 1995 war Luis Walter SVP-Gemeinderat in Neumarkt, davon 22 Jahre Gruppensprecher der SVP. Unter seiner Führung wurde das spätmittelalterliche „Mesnerhaus“ als Sitz für die Freilichtspiele erworben und als erstes „Laubenhaus“ von Neumarkt mustergültig saniert und die öffentliche Bibliothek eingerichtet.

    1970 wurde er in das Schiedsgericht der Südtiroler Volkspartei für 2 Legislaturen gewählt.

    1972 spielte er im ZDF-Film „Der Tote im Sarntal“ eine Hauptrolle neben Burgschauspieler Erich Auer, Hans Peter Hallwachs und weiteren prominenten deutschen Schauspielern.

    1980 gründete er das „Theater an der Etsch“. Im selben Jahr gründete er den „Kreis Mesnerhaus“, wo im Laufe des Jahres verschiedene künstlerische und literarische Veranstaltungen stattfanden.

    1984 Beendete er den Zyklus der Tiroler Geschichte bei den Freilichtspielen in Neumarkt und trat als Intendant ab.

    1985-1995 wurde er in der Marktgemeinde Neumarkt zum Referenten für die deutsche Schule und Kultur und für Tourismus gewählt. Unter seiner Federführung wurde u.a. folgendes durchgeführt: anlässlich der 800-Jahrfeier von Neumarkt konnte die Geschichte der Marktgemeinde von Historikern neu erforscht und in zwei Bänden gedruckt werden, in deutscher und in italienischer Ausgabe; die Mittelpunktbibliothek Unterland in Neumarkt und die „Lauben Galerie“ errichtet werden; der Bau der Deutschen Mittelschule in Neumarkt durchgeführt; das Jugendstil-Gebäude der „Kaiser-Franz-Josef-Jubiläumsschule“ mustergültig saniert; das Museum für Alltagskultur einer ständigen Bleibe zugeführt. Er hat wesentlich am Gelingen der mustergültigen Sanierung des historischen, mittelalterlichen Ortskernes von Neumarkt beigetragen.

    1985–1990 war er Präsident des Mittelschulkonsortiums Neumarkt.

    1988 inszenierte er Hofmannsthals „Jedermann“ mit der Volksbühne Bozen am Bozner Waltherplatz.

    1990 Erweiterung und Sanierung seines Gastbetriebes Rauscher.

    Luis Walter brachte als Regisseur und Intendant bei den Freilichtspielen in Neumarkt von 1968 bis 1984 folgende Werke erfolgreich zur Aufführung:

    1968 „Der Judas von Tirol“ von Karl Schönherr
    1969-1970 „Michael Gaissmayr“ von Franz Kranewitter
    1971-1972 „Jedermann“ von H.v.Hoffmansthal
    1973 „Der Kanzler von Tirol“ von Josef Wenter
    1974 „Andre Hofer“ von Franz Kranewitter
    1975 „Kardinal Cusanus- oder der Enneberger Krieg“ Uraufführung,,von Jul Bruno Laner
    1976 „Die Maultasch“ Uraufführung, von Siegfried Freiberger
    1977 „Der Richter von Zalamea“ von Calderon de la Barca
    1978 „Der Judas von Tirol“ von Karl Schönherr
    1979 „Die sieben Todsünden- Totentanz“ von Franz Kranewitter
    1980-1981 „Lumpazi Vagabundus“ von Johann Nestroy
    1982 „Das vierte Gebot“ von Ludwig Anzengruber
    1984 „Andre Hofer“ von Franz Kranewitter
    1984 Rücktritt von allen Funktionen bei der FSU, jedoch nicht Austritt.


    1982 Gründer, Regisseur und Leiter des Theater an der Etsch in Neumarkt.
    Er inszenierte dort:
    1982 „Via Mala“ von John Knittel
    1983 „Der Weibsteufl“ von Karl Schönherr

    Weitere Theaterinszenierungen:

    1987 „Liebesg´schichten und Heiratssachen“ J. Nestroy ( in Neumarkt)
    1988 „Jedermann“ Hugo v. Hofmannsthal / am Waltherplatz in Bozen

    2001 Mitbegründer der Kleinen Bühne Bozen im Waltherhaus deren Regisseur und Intendant er bis zur Auflösung 2010 war.
    Er inszenierte:

    2001 „Das vierte Gebot“ Ludwig Anzengruber
    2002 „Via Mala“ John Knittel
    2003 „Der böse Geist Lumpazivagabundus“ Johann Nestroy
    2004 „Die Geierwally“ mit Julia Gschnitzer


    Luis Walter drehte Fernsehfilme für die RAI-Sender Bozen

    1969 „Der Judas von Tirol“ von Karl Schönherr
    1971 „Michael Gaissmayr“ von Franz. Kranewitter
    1972 „Jedermann“ von Hofmannsthal
    1974 „Der Kanzler von Tirol“ von Josef Wenter
    1974 „Andre Hofer“ von Franz Kranewitter
    1976 „Kardinal Cusanus- oder der Enneberger Krieg“ Uraufführung von Jul Bruno Laner
    1976 „Die Maultasch“ Uraufführung, von Siegfried Freiberger
    1977 „Der Richter von Zalamea“ von Calderon de la Barca
    1978 „Der Judas von Tirol“ von Karl Schönherr
    1979 „Die sieben Todsünden- Totentanz“ von Franz Kranewitter
    1980 „Lumpazi Vagabundus“ von Johann Nestroy
    1982 „Das vierte Gebot“ Ludwig Anzengruber
    1983 „Der Weibsteufl“ von Karl Schönher
    1984 „Via Mala von John Knittel

    1982 Gründete er der seine eigenen Filmproduktions-Firma „Luis Walter-Film“.
    1984 Eintragung im Register der Film/Fernsehregisseure in Mailand.

    Luis Walter drehte als Produzent und Regisseur Fernsehfilme für die RAI Sender Bozen:
    1982 „Schöpferisches Unterland-heute“ Dokufilm
    1997 „Jul, der Poet auf Goethes Spuren in Sizilien“ Spiel/Dokufilm
    1997 „Jul, il poeta sulle orne die Goethe in Sicilia“ Spiel/Dokufilm
    2000 „Ein Tragödie braver Leut´“ Spielfilm
    2004 „Ein Tag kann oft lang sein“ Spielfilm
    2006 „Neumarkt im Laufe der Zeiten“ Dokumentarfilm
    2007 „Sauft der Herr Landesrat“ Spielfilm
    2008 „Zeitzeugen an der Sprachgrenze“ Dokumentarfilm
    2008-09 „Wo die Zuckerlen auf den Bäumen wachsen, Tiroler im Urwald“ - Dreizehnblinden/Brasilien, Dokumentarfilm
    2010-11 „Eine Bahn zur Dolomitenfront- ein Gleis für Fleims“ Dokumentarfilm
    2011 "Un tram per il fronte delle Dolomiti - Un binario per fiemme" Dokumentarfilm in italienischer Sprache
    2012 "Südtiroler Theater-Legenden" Dokumentarfilm
    2012 In Vorbereitung: „Josef Noldin- und die Katakombenschulen während des Faschismus in Südtirol

    Auszeichnungen:
    1962 erhielt er für eine Werbegestaltung auf nationaler Ebene in Italien den Nationalen-Scotland-Preis in Mailand.
    1964 Gewinner im Wettbewerbs für den Entwurf des politischen Plakates der SVP-Südtiroler Volkspartei („Edelweiß Plakat“), es wurde 1971 im Buch „Die besten politischen Plakate der Welt“ (Bruckmann-Verlag München) veröffentlicht.
    1986 Universität Verona-Akademisches Jahr 1986-87, Fakultät für Ökonomie und Handel Corso di laurea ( Kurs für Doktoranden) in Sprachen und ausländische Literatur, Thema der Dissertation: FREILICHTSPIELE SÜDTIROLER UNTERLAND Auftrag und Relatore: Chiar.Mo. Prof. Elda Tapparelli, Doktorandin: Carlotte Ranigler.
    1996 Aufnahme des von ihm entworfenen Wahlkampf-Plakates der UfS in der Plakate-Sammlung der Stadt Wien.
    2008 wurde ihm auf Schloss Tyrol das Verdienstkreuz des Landes Tirol verliehen.
    2010 erhielt er beim Bergfilmfestival "Trentofilmfestival" für seinen Film "Wo die Zuckerlen auf den Bäumen wachsen" eine Nominierung. Der Film lief mit italienischen Untertiteln im Festivalkino von Trient, Mailand und Verona. Lief außer Wettbewerb bei den Festspielen von Brig/ Schweiz und 2011 bei den 25. Filmtagen von Bozen/Südtirol.

    nb. Von 1963 bis heute arbeitet Luis Walter hauptberuflich als Designer, Fotograf und Filmemacher und in seinem Gasthaus „Rauscher“ in Neumarkt-Vill, welches seit 1860 im Familienbesitz ist und das er mit seinem Bruder Max als gutbürgerliches Tiroler Landgasthaus mit Tradition führt.

    Luis Walter ist an der Schnittstelle von zwei Kulturen - der deutschen und italienischen- geboren und aufgewachsen. Seine Muttersprache ist deutsch, die italienisch Kultur ist ihm vertraut und eine Bereicherung. Er ist italienischer Staatsbürger, bedingt durch den 1. Weltkrieg. Sein Vaterland war der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn, seine Heimat ist Tirol von Kufstein bis Ala.

© Studio Walter | P.IVA 00166180216